PROJEKT #biotopverbund
Auf Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren soll in unseren Gemeinden Bad Erlach, Katzelsdorf, Lanzenkirchen, Pitten und Walpersbach ein verstärktes Augenmerk gelegt werden. In unserer Gemeinde gibt es jede Menge Schätze an Natur. Diese wollen wir zusammen mit Experten und Interessierten erfassen und in einer Studie ermitteln lassen, was es braucht, um diese Schätze zu erhalten, zu verbinden und damit zu fördern.
Veranstaltung:
Gemeinsam „reißen“ wir was: Wir können nicht bis Juni warten!
12 engagierte Helferinnen und Helfer aus verschiedenen Gemeinden und sogar aus Baden haben in nur 90 Minuten entlang des Damms und Flussrands in Lanzenkirchen große Mengen Zackenschötchen entfernt. Trotz bereits erfolgter maschineller Reinigung durch die Wasserbehörde am Eurovelo 9 kam noch viel Material zusammen.
Der Klimabündnis Arbeitskreis Thermengemeinden (KAT) hat die Initiative „Gemeinsam reißen wir etwas“ mit Unterstützung der Gemeinde Lanzenkirchen ins Leben gerufen.
Die nächste Zackenschötchen-Entfernung gibt es am 21. und 23. in der Marktgemeinde Bad Erlach
Neophyten sind Pflanzen, die aus anderen Ländern oder Kontinenten zu uns kamen, wie z.B. Kartoffel, Tomaten aus Lateinamerika. Manche von ihnen fühlen sich bei uns so wohl, dass sie unsere heimische Vegetation verdrängen.
Hier findet ihr unsere Beiträge und Informationen
Wenn Ihnen in Ihrer Umgebung Pflanzen dieser Liste auffallen, bitten wir Sie, diese wie angegeben zu entfernen.
Nachbericht:
Wildbienen der Trockenrasen und Heißländen bei Schwarzau am Steinfeld mit Matthias Kogler
Am Samstag den 09.5.2026 fanden sich 26 Personen am Bad Erlacher Bahnhof ein um an einer Exkursion mit Norbert Sauberer- Biologe und Schutzgebietsbetreuer der Leithaau sowie Matthias Kogler – Biologe mit Schwerpunkt Wildbienen und Hummeln, teilzunehmen.
Wegen der vorhergehenden extremen Trockenheit wurde das Programm angepasst. Zuerst ging die Gruppe wie vorgesehen in die Leithaau und erkundete dort viele – auch seltene Insekten. Sowohl die anwesenden Kinder als auch die Erwachsenen staunten über die große Vielfalt und Schönheit dieser Tiere. Eine Wildbiene begeisterte zum Beispiel, weil deren Fühler den Hörnern eines Schafwidders gleichen, andere wieder durch ihre wunderschöne Zeichnung. Da in der Leithaau die sogenannten Heißländen vertrocknet sind und erst wieder nach einiger Zeit zum Erblühen kommen, fuhr die Gruppe nach eineinhalb Stunden Spaziergang in der Leithaau im Konvoy nach Walpersbach zur landwirtschaftlichen Fläche von Monika Jasansky. Dort konnte in der ausgemagerten Wiese eine große Artenvielfalt sowohl an Blumen als auch an den dazugehörigen Insekten festgestellt werden. Wieder wurde mit Cascher und Becherlupe inspiziert und gestaunt.
Nachbericht:
Ein kleines feines Frühlingsfest mit Schwerpunkt Natur und Vögel fand am 25. April in Bad Erlach am Spielplatz statt.
Conny die Waldfee unterhielt die Kinder mit einem Programm, bei dem den Kindern spielerisch Natur näher gebracht wurde. Groß und Klein konnte handwerkliche Fähigkeiten beim Nistkastenbau erproben. Es wurden 10 Nistkästen gebaut, die im Ortsgebiet aufgehängt werden.
Außerdem wanderte eine Gruppe durch Bad Erlach um sich die im Vorjahr neu geschaffenen Trittsteinbiotope anzusehen und gleich auch die Stimmen der Vögel zu erforschen. Es war ein schöner Tag und das Netzwerk für Igel, Insekten, Vögel und Pflanzen, das in Bad Erlach in den vergangenen Jahren errichtet worden ist, wird auch heuer wieder durch einige Sträucher und Bäume erweitert.
Neu gegründet: Verein „Der Segelfalter“
#biodiversität
Wir setzen uns für Natur, Artenvielfalt und lebendige Lebensräume ein.
Mit unserem ersten großen Projekt – dem Biotop-Verbund – starten wir voller Energie und Gemeinschaftssinn in die Zukunft.
TESTE, WIE DEIN GARTEN ZU EINEM WERTVOLLEN TEIL DER NATUR WIRD
#biodiversität
Wir haben einen kurzen Test erstellt, mit dem du den Zustand der Artenvielfalt in deinem Garten einschätzen kannst. > Hier geht es zum Check
Natur im Garten Broschüre Neophyten Neue Pflanzen im öffentlichen Raum. hier
Angelehnt und ergänzt: NABU-Naturgartenreich „Selbsttest zum Zustand der Biodiversität im Garten“ hier
KAT - NAHVERSORGERLISTE Thermengemeinden!
Uns ist es wichtig, regional und saisonal einkaufen zu können. Aus diesem Wunsch heraus entstand die Idee der Nahversorgerliste die wir gerne mit euch teilen.
Hier geht es zur Liste!
Die Auflistung wird laufend überarbeitet - Für Tipps zur Erweiterung oder Änderungen sind wir immer dankbar. Am besten einfach eine Nachricht an uns senden!
Dank des KLIMAMONITORINGS
sieht man auf einen Blick wie sich Lufttemperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer im Vergleich zur Referenzperiode 1961-1990 verändert haben.
https://www.klimafit-noe.at/klimamonitoring/
Informationskarten "UNSER BODEN"
Informationskarte Nr. 26
Teilentsiegelung einer Beton- oder Asphaltfläche
Gibt es auf einer Beton- oder Asphaltfläche Stellen, die keinen harten Bodenbelag brauchen, kann man sie entsiegeln und dem Regenwasser ermöglichen, zu versickern. Mit Mutterboden versehen, können sie bepflanzt werden und so Raum für mehr Lebendigkeit bieten: durch Mikroorganismen, Pflanzen – vielleicht sogar einem Baum, Insekten, Kleintieren.
Informationskarte Nr. 41
Verschiedenste Bakterien (40%), Algen und Pilze (40%), Regenwürmer (12%), sowie Einzeller, Milben, Springschwänze, Asseln, Vielfüßer, Käfer und ihre Larven, Ameisen und viele andere bilden das Bodenleben. Manche Bodenbakterien lieben Sauerstoff, andere meiden ihn.
Knöllchenbakterien an den Wurzeln von Leguminosen, z.B. Bohnen, Erbsen, Klee, Robinien, binden den Stickstoff aus der Luft und stellen ihn den Pflanzen zur Verfügung.
Es gibt weltweit 670 Arten von Regenwürmern. In unseren Breiten baut eine Art senkrechte Röhren, eine andere waagrechte Gänge. Das Bodenleben ist in Schwarzerde anders als in Braunerde oder Auböden, wieder anders in Lehm, Sand oder in Mooren.
Informationskarte Nr. 4
Das sind in etwa 11,3 Hektar beanspruchte Fläche an Feldern, Wiesen und Wäldern.
Davon werden 5,8 Hektar täglich asphaltiert, betoniert und versiegelt.
Wohn– und Geschäftsgebiete brauchen die meiste Fläche gefolgt von Betriebsflächen und Straßen.
Informationskarte Nr. 49
Im obersten Zentimeter unseres Erdbodens befinden sich andere Bodenlebewesen
als z. B. in 50 cm Tiefe. Wenn man ihnen die Arbeit erleichtern möchte, sollte die Erde nicht gewendet werden, weil dadurch unter anderem die sauerstoffliebenden Bakterien in die Tiefe und die sauerstoffmeidenden an die Luft kämen und sie die richtige Schichtung erst wieder aufbauen müssten. Daher verzichten viele Bauern schon öfter auf das Pflügen und lockern den Boden nur mit entsprechenden Maschinen. Auch im Garten kann man, statt umzustechen, den Boden mit einer Grabgabel lockern und belüften. Dadurch bleibt auch die Bodenfeuchtigkeit besser erhalten als beim Wenden.
Informationskarte Nr. 3
Auch der Wurm braucht ein Zuhause!
Wie auch das gesamte übrige Bodenleben hat der Regenwurm durch seine Ernährungsweise eine immense Bedeutung für die Bodenfruchtbarkeit, die Bodenstruktur und durch seine gegrabenen Gänge für die Belüftung und Wasserhaltefähigkeit des Bodens.
Laut WWF wird in Österreich täglich der Lebensraum von über 11 Millionen Regenwürmern zerstört oder verschwindet unter einer Betonschicht.
Informationskarte Nr. 7
Unversiegelter, lebendiger Boden mit vielen Hohlräumen nimmt durch seine Struktur Wasser auf und gibt es langsam wieder ab. In dieser Zeit können Bodenbakterien das Wasser filtern, indem sie die enthaltenen Stoffe aus dem Wasser aufnehmen, abbauen und zu anderen Substanzen, z.B. Pflanzennährstoffen umbauen. So wird beispielsweise durch chemische Umwandlung Nitrat, das aus dem Dünger stammt, abgebaut. Dadurch gelangt auch weniger Nitrat ins Trinkwasser.
Informationskarte Nr. 24
Diese Bodenkarte will aus der Sicht der Insekten darauf hinweisen, dass artenreiche Vegetation Voraussetzung für jedes Leben ist. Der Rückgang von Insekten ist in Menge und Artenvielfalt dramatisch. Insekten durchlaufen in ihrem Leben verschiedene Entwicklungsstadien:
Ei - Raupe oder Larve - Puppe - Insekt.
Raupen ernähren sich oft von Blättern, die erwachsenen Insekten von Pollen. Es ist für verschiedene Bienenarten, Schmetterlinge u.a. wichtig, dass Blütenpflanzen zur Verfügung stehen. Jeder Quadratmeter von Futterpflanzen zählt.
Informationskarte Nr. 29
Wir brauchen GESUNDEN BODEN!
Stopp der Bodenversiegelung in Österreich für mehr heimische Lebensmittel!
Österreich kann seinen Eigenbedarf an Kuhmilch, Joghurt, Obers und Rahm übererfüllen. Getreide, Erdäpfel, Eier, Käse liegen bei etwa 90 %. Der Eigenbedarf an Zucker, Bier, Wein und Fleisch außer Geflügelfleisch nur zu 77% decken. Bei Gemüse erreicht der Deckungsgrad nur 58 %. Obst wird zu 48 % im Inland erzeugt. Tropenfrüchte und außersaisonales Obst werden importiert. Am wenigsten können wir unseren Bedarf bei Ölsaaten mit nur 47 % und Pflanzenölen mit nur 25 % im Inland erzeugen. Importieren wir Lebensmittel aus dem Ausland, entzieht das den dort lebenden Menschen Anbauflächen, mit der Folge, dass sich viele Menschen nicht Selbstversorger können und hungern.
(Quelle: BM für Land- und Forstwirtschaft 2020/2021)
Informationskarte Nr. 32
Auf gesundem Boden wachsen vitale Pflanzen, die uns mit Nahrung versorgen, Sauerstoff schenken, Schatten spenden, die Luft befeuchten.
Schadstoffe im Boden z.B. chemische Rückstände durch verwendete Pestizide schädigen das Bodenleben, werden von den Pflanzen aufgenommen und gelangen so (zusätzlich zu direkter Pestizid-Besprühung) in unsere Nahrung.
Je vielfältiger die Pflanzendecke, desto größer die Vielfalt des Bodenlebens. Je vielfältiger das Bodenleben, desto besser können verschiedenste Pflanzen gedeihen. Das Bodenleben baut Humus auf. Er liefert Nährstoffe an die Pflanzen und macht sie widerstandsfähig.
Informationskarte Nr. 43
Seit Jahrtausenden findet ein großer Nährstoffkreislauf in der Natur statt: wachsende Pflanzen holen sich die nötigen Nährstoffe aus dem Boden. Von ihnen ernähren sich Tiere.
Alle organischen Reste – Laub, Nadeln, Streu, Wurzeln und tote Tiere – werden von den vielfältigen Bodenlebewesen zerkleinert, zu einfachen Bausteinen zersetzt und zu Humus aufgebaut, den die Pflanzen wiederum für ihr Wachstum nutzen.
Wenn wir Pflanzen für unsere Ernährung entnehmen, müssen wir organische Substanz zurückgeben z.B. als Mulchdecke, tierischen Mist oder Kompost, um das Bodenleben damit zu füttern und den Humus zu erhalten.
Informationskarte Nr. 12
Durch Trennung, Tod und flügge Werden der Kinder entsteht die Situation, dass Wohnfläche unterbesetzt ist. Daraus kann Vereinsamung oder auch Überforderung bei Reinigung, Reparaturen und Kosten folgen.
Ist es möglich, durch kleine bauliche Veränderungen einen Teil abzutrennen, kann dieser vermietet werden.
Informationskarte Nr. 1
Boden mit einer guten Krümelstruktur enthält Hohlräume für Wasser und Luft. Bei Regen füllen sich diese Poren mit Wasser. Es wird nur langsam wieder abgegeben.
Im Dauerhumus entsteht dieses stabile Bodengefüge durch Bildung des Ton-Humus-Komplexes, der aus organischen Stoffen und Tonmineralen besteht.
Bakterien, Algen und Pilze verbauen diese Ton-Humus-Komplexe zu Bodenkrümeln.
Wenn der Boden z.B. durch schwere Maschinen verdichtet wird und dadurch die Hohlräume verloren gehen, kann er nicht mehr ausreichend Wasser aufnehmen.
Informationskarte Nr. 34
Humus entsteht durch die Arbeit der Bodenlebewesen, die organische Substanz zerkleinern und zersetzen, indem sie diese fressen. Ihre Ausscheidungen dienen anderen Bodenlebewesen als Nahrung. Die Stoffe passieren mehrmals den Verdauungstrakt verschiedener Organismen und werden so mit Mikroorganismen aus deren Darmflora versetzt. Organisches, immer weiter zerlegt, liefert die Bausteine für die Huminstoffe. Diese verbinden sich z.B. im Darm der Regenwürmer mit Tonmineralen zu Ton-Humus-Komplexen, die durch Bakterien und Pilze zu stabilen Bodenkrümeln verbaut werden. Jede Bodenbearbeitung und jede Entnahme von Pflanzen führt zum Abbau von Humus. Um Humus aufzubauen, muss man das Bodenleben füttern, also organische Substanz zuführen, durch Gründüngung, die eingearbeitet wird, durch Mist, Kompost oder Mulchmaterial.
Informationskarte Nr. 44
Regenwürmer, Käfer, Asseln, Milben, Springschwänze und andere zerkleinern Streu, Pflanzen- und Tierreste, indem sie diese fressen.
Was die einen Organismen ausscheiden, dient anderen als Nahrung. Jedes Lebewesen reichert die Stoffe mit Mikroorganismen aus seiner Darmflora an. So wird alles zerlegt und dann wieder zu Humus aufgebaut, indem die organischen Huminstoffe mit Tonmineralen verbunden werden: besonders intensiv geschieht das im Darm der Regenwürmer.
Diese Ton-Humus-Komplexe werden durch Bakterien und Pilze zu stabilen Bodenkrümeln „lebend“ verbaut.
Krümel, die nur durch die Einwirkung von Frost oder mechanischer Bearbeitung entstehen, zerfallen leicht, verschlämmen bei Regen, können nur wenig Wasser halten und müssen erst durch die Bodenlebewesen besiedelt werden.
Informationskarte Nr. 45
In 1 Gramm Gartenerde befinden sich 100 Millionen Bakterien und die gleiche Menge Algen und Pilzfäden. Diese Mikroorganismen bewirken durch ihre beständigen Aktivitäten die Stabilität der Krümel – trotz der vielen Hohlräume für Luft und Wasser. Diese Poren können Regenwasser speichern und langsam wieder an Bodenleben und Pflanzen abgeben.
Organisches Material und Mineralisches wird durch das Bodenleben vielfältig abgebaut, umgebaut und zu Humus aufgebaut. Die Bakterien und Pilze verbinden diese Ton-Humus-Komplexe zu den stabilen Bodenkrümeln.
Informationskarte Nr. 2
In 1 Quadratmeter Boden leben in der obersten Bodenschicht ca. 2,5 Billionen Mikroorganismen und zwar Bakterien, Pilze, Algen und tierische Mikroorganismen, 1 Millionen Fadenwürmer, 100.000 Milben, 50.000 Springschwänze, 25.000 Rädertiere, 10.000 Borstenwürmer,
100 Käferlarven, 100 Zweiflügler-Larven, 80 Regenwürmer, 50 Schnecken, 50 Spinnen und
50 Asseln.
Informationskarte Nr. 46
Unsere Pflanzen brauchen für ihr Wachstum CO2 aus der Luft. Aus dem Kohlenstoff bauen sie mit Hilfe von Licht und Chlorophyll ihre Wurzeln, Äste, Blätter, Blüten, Früchte auf.
Fällt ein Teil davon zu Boden oder stirbt die Pflanze ab, zerlegt das Bodenleben die organische Substanz, baut sie um und Humus auf. Der Kohlenstoff wird im Humus gespeichert.
Je mehr Humus im Erdboden, desto mehr Kohlenstoff, der ursprünglich von der Pflanze aus dem CO2 gewonnen wurde, kann im Boden dauerhaft gespeichert werden. Humus kann mit seinen Bodenkrümeln, die 50 % Hohlräume enthalten, auch das Regenwasser speichern.
Informationskarte Nr. 27
Noch eine Schnellstraße … noch ein Einkaufszentrum mehr … Wo wird unser Essen wachsen? Österreich kann sich schon jetzt nicht vollständig selbst mit Nahrungsmitteln versorgen. Für importiertes Palmöl wird z.B. Regenwald gerodet, genauso wie für Soja, das als Futtermittel für Tiere zur heimischen Fleischerzeugung eingesetzt wird. Um so wichtiger ist hier die Erhaltung unseres landwirtschaftlichen Bodens. Versiegelte Flächen gehen für landwirtschaftliche Nutzung verloren.
Informationskarte Nr. 17
Wird ein Haus durch veränderte Lebensumstände, z.B. Auszug der Kinder, Tod von Mitbewohnern, … und dem eigenen Älterwerden nur mehr teilweise genützt, kann der Aufwand für die Pflege und Reinigung, für die finanzielle Erhaltung oder Reparaturen zur Belastung werden. Dann ist es sinnvoll, in kleinere Räumlichkeiten umzuziehen. Viele Gemeinden helfen dabei mit Informationen über freie Wohnmöglichkeiten.
Informationskarte Nr. 40
Der Boden trägt alles: die gesamte Natur und alles, was wir Menschen bauen.
45 % davon sind mineralische Substanz, die durch Verwitterung des Gesteins entsteht. Im lebendigen Boden befinden sich Hohlräume für Luft und Wasser, die 50 % ausmachen. Die restlichen 5 % bestehen aus organischer Substanz. Diese besteht aus 85 % Humus und toten Wurzeln, 10 % lebenden Wurzeln und dem Bodenleben.
Das Bodenleben ist also der kleinste Bestandteil: es macht nur 0,25 % der Gesamtmasse aus, ist aber entscheidend für die Fruchtbarkeit, das Pflanzenwachstum, die Wasserhaltekraft des Bodens.
Informationskarte Nr. 5
Versiegelte Flächen heizen sich im Sommer stark auf, die Luft wird trocken und staubig. Grünflächen bleiben wesentlich kühler, Bäume binden Staub, befeuchten die Luft und kühlen sie dadurch zusätzlich ab. Deswegen ist es im Schatten eines Baumes immer angenehmer und frischer als unter einem Sonnenschirm. Daher kann das Entsiegeln und Bepflanzen aller nicht benötigten Beton- und Asphaltflächen zu einer angenehmeren Umgebung verhelfen und Insekten und Kleintieren Lebensraum schenken.
Informationskarte Nr. 25
Unversiegelter Boden kann Regenwasser aufnehmen und zurückhalten, sodass es ins Grundwasser sickern kann. Auf Asphalt und Beton fließt Wasser schnell weg und fehlt dann in der Landschaft. Wenn verdichteter, gewalzter Schotter nicht ausreicht, sollten Parkplätze, Hauseinfahrten oder Fahrspuren mit Gittersteinen ausgelegt werden und so Wasserversickerung und Bewuchs ermöglichen. Dadurch heizen sich die Flächen auch nicht so stark auf.
Informationskarte Nr. 31
Ohne gesunde und unverbaute Böden fehlt nicht nur vielen Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen, sondern auch uns Menschen die Lebensgrundlage. Ohne Atemluft sterben wir rasch - nach ein paar Minuten. Ohne Trinkwasser überleben wir nur ein paar Tage. Ohne Nahrungsmittel, also pflanzliche und tierische Produkte, können wir auch nicht leben. Pflanzen schenken uns den Sauerstoff, verdunsten Wasser und stillen unseren Hunger. Viele Tiere ernähren sich von Pflanzen oder pflanzenfressenden Tieren, manche dienen auch uns als Nahrung. Pflanzen brauchen für ihr Wachstum lebendige Böden. Pflanzliche und tierische Reste werden vom Bodenleben ab- und umgebaut und so wieder den Pflanzen zur Verfügung gestellt. Böden speichern Wasser, filtern und reinigen es.
Informationskarte Nr. 6
Wälder, Wiesen und Felder, alle unversiegelten Flächen weisen im Erdboden viele Lebewesen auf. Dieses Bodenleben macht unsere Böden fruchtbar, indem es in vielfältigen Prozessen die mineralische Substanz und alle organischen Reste zersetzt und zu Nahrung für die Pflanzen umbaut. Die Pflanzen versorgen uns heute und in Zukunft mit Lebensmitteln.
Informationskarte Nr. 42
90 % der Landpflanzen gehen an ihren Wurzeln eine enge Verbindung ein.
Alle organische Substanz, die zu Boden fällt, wird von verschiedenen Bodenlebewesen zerlegt und zerkleinert, dann von anderen gefressen. Was diese Lebewesen ausscheiden, dient wieder anderen als Nahrung. Dieser Prozess erfolgt mehrmals durch immer verschiedene Organismen. Deren Darmflora reichert die Stoffe an.
Die mikrobiologische Abbau- und Umbauaktivität erhöht sich ständig, die chemischen Verbindungen werden immer einfacher, bis aus ihnen wieder komplexere Pflanzennährstoffe aufgebaut werden. 90 % der Landpflanzen gehen an ihren Wurzeln eine enge Verbindung mit Mykorrhiza-Pilzen ein, die ein weit verzweigtes Netz aus Pilzfäden - das Myzel - bilden und den Pflanzen helfen, Nährstoffe aufzuschließen.
Informationskarte Nr. 39
Der Abriss eines Gebäudes erfordert den Abtransport großer Stoffmengen, doch jede eingesparte LKW-Fahrt ist ein Vorteil für Umwelt und Klima. Auch die Lagerung und fachgerechte Entsorgung oder die Wiederverwertung der Abbruchmaterialien verursacht Umweltbelastungen und Kosten.
Gute Ideen verhelfen zur möglichst ressourcensparenden Modernisierung bestehender Gebäude oder zu ihrer Anpassung an neue Nutzungsarten.
Informationskarte Nr. 48
Die großen Bodentiere, Maulwürfe, Wühlmäuse kennen wir alle. Auch Regenwürmer, Spinnen, Asseln, Tausendfüßer, Käfer und ihre Larven, Ameisen und andere Insekten sind uns vertraut.
Springschwänze und Milben sind meist schon kleiner als 2 mm. Fadenwürmer, Amöben, Wimpertierchen heißen Mikrofauna, weil sie unter 0,2 mm klein sind. Alle Bodentierchen fressen organische Substanz und geben mit ihren Ausscheidungen auch Mikroorganismen aus ihrer Darmflora ab, die noch winziger sind. Für sie und die Bakterien, Algen und Pilze brauchen wir schon ein Mikroskop oder sogar ein Elektronenmikroskop um sie sehen zu können.